alt
alt

News-Ticker: Handelspolitik Trump 2.0 – Folgen für die Schweiz

Zuletzt aktualisiert : 15.01.2026

Auf einen Blick

  • 2025 erhöht sich der Druck auf die Weltwirtschaft durch neue US-Zölle.
  • Das Aufflammen des internationalen Handelskonflikts belastet Schweizer Exporte, Unternehmen und Investitionen.
  • Wir halten Sie hier über die neusten Entwicklungen im globalen Handelsstreit und die wirtschaftlichen Folgen für die Schweiz auf dem Laufenden.

15.01.2026

USA erheben Zölle von 25 Prozent auf gewisse Halbleiter

Die USA erheben ab sofort Zölle von 25 Prozent auf die Einfuhr bestimmter fortschrittlicher Halbleiter, darunter KI-Chips wie die H200 von Nvidia. Dies gab US-Präsident Trump in einer Erklärung bekannt. Dem Entscheid ging eine neunmonatige Untersuchung gemäss Section 232 des Trade Expansion Acts voraus. Die Zölle betreffen eine klar begrenzte Kategorie von Halbleitern – ausgenommen sind Importe, die dem Aufbau der US-amerikanischen Technologie- und Lieferkette dienen. Trump wies Handelsminister Lutnick an, Verhandlungen über Importe aufzunehmen und innerhalb von 90 Tagen Bericht zu erstatten. In der Folge könnten weitere Zölle verhängt werden.

  

14.01.2026

Bundesrat verabschiedet Verhandlungsmandat

Der Bundesrat hat das definitive Verhandlungsmandat für ein Handelsabkommen mit den USA verabschiedet. Dieses wurde vorgängig mit den aussenpolitischen Kommissionen sowie mit den Kantonen konsultiert. Damit ist nun eine raschen Aufnahme der Verhandlungen möglich. Primäres Ziel ist es, die am 14. November 2025 zwischen der Schweiz und den USA beschlossene Absichtserklärung in ein rechtsverbindliches Abkommen zu überführen.

18.12.2025

USTR bestätigt Zollsenkungen für Schweizer Importe

Das Büro des US-Handelsbeauftragten (USTR) hat in einer Notiz im Federal Register die im Rahmen des Joint Statements mit der Schweiz vereinbarte - und rückwirkend auf den 14. November 2025 gültige - Zollsenkung bestätigt. Die Notiz wird im Verlaufe des Tages in Kraft treten.

10.12.2025

15 Prozent Zölle auf US-Importe aus der Schweiz treten rückwirkend in Kraft

Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat heute bekanntgegeben, dass der länderspezifische Zusatzzoll für US-Importe aus der Schweiz per sofort und rückwirkend auf den 14. November 2025 von 39 auf einen pauschalen Zollsatz von 15 Prozent reduziert wird.

Die Zollsenkung ist angesichts der seit Anfang August geltenden US-Zusatzzölle von 39 Prozent für die Schweizer Wirtschaft eine lang ersehnte Entlastung. Schweizer Unternehmen erhalten damit gleich lange Spiesse wie die EU-/EFTA-Staaten und auch Japan, wodurch ein wesentlicher Wettbewerbsnachteil für unser Land wegfällt. 

Nun soll die Schweiz zügig Verhandlungen über ein verbindliches Handelsabkommen mit den USA aufnehmen, um Planungssicherheit, Arbeitsplätze und die Wettbewerbsposition im US-Markt zu sichern. Dafür braucht es die aktive Unterstützung von Parlament und Kantonen – ohne Hürden für den Bundesrat.

Weitere Informationen finden Sie hier

05.12.2025

Bundesrat verabschiedet Entwurf für Verhandlungsmandat mit den USA

Der Bundesrat hat am 5. Dezember 2025 den Entwurf des Verhandlungsmandats für ein Handelsabkommen mit den USA verabschiedet. Der Mandatsentwurf wird nun mit den aussenpolitischen Kommissionen des Parlaments sowie den Kantonen konsultiert. ​Für die exportorientierten Schweizer Unternehmen ist eine Reduktion der US-Zölle von grosser Bedeutung. Für die Wirtschaft ist daher zentral, dass die Verhandlungen rasch aufgenommen werden.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Artikel.

14.11.2025

Trump senkt Zölle auf gewisse Lebensmittelimporte

US-Präsident Donald Trump hat am Freitag per Durchführungsverordnung die Zölle auf Rindfleisch, Tomaten, Kaffee, Bananen und eine Reihe weiterer Agrarprodukte gesenkt. Mit der Massnahme will das Weisse Haus die angestiegenen Lebensmittelpreise dämpfen und auf den wachsenden Druck der Verbraucher reagieren. Die Regierung begründet die Ausnahmen damit, dass diese Produkte in den USA nicht in ausreichender Menge erzeugt werden können, um die Nachfrage zu decken.

14.11.2025

Schweiz und USA schliessen Zollvereinbarung ab

Die Schweiz und die USA haben heute eine Absichtserklärung abgeschlossen. Für Schweizer Exporte wird somit ein länderspezifischer Zusatzoll von 15 Prozent gelten. Damit erhält die Schweiz die gleichen Bedingungen wie die EU- und EFTA-Staaten. 

economiesuisse begrüsst diesen Schritt, weil für Schweizer Exporteure ein wichtiger Wettbewerbsnachteil wegfällt. Schweizer Unternehmen planen zudem, bis 2028 rund 200 Milliarden US-Dollar in den USA zu investieren. 

Trotzdem bleibt die Lage anspruchsvoll: Der weltweite Protektionismus nimmt zu, und in der Schweiz erschweren immer dichtere Regulierungen die Arbeit der Unternehmen. ​Um den Standort Schweiz weiter zu stärken, braucht es zusätzliche Entlastungsmassnahmen für die Schweizer Unternehmen.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Medienmitteilung.

 

13.11.2025

Wirtschaftsminister Parmelin trifft US-Handelsbeauftragten Greer in Washington

Wirtschaftsminister Guy Parmelin hat den US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer in Washington zu Zollgesprächen getroffen. Dass beide Seiten im Hinblick auf den Abschluss einer Joint Declaration die meisten Aspekte klären konnten, ist für die von den hohen US-Zusatzzöllen betroffenen Schweizer Unternehmen ein positives Zeichen. Für die Schweizer Wirtschaft ist eine zeitnahe Reduktion der Zölle von zentraler Bedeutung.

05.11.2025

Schweizer Wirtschaftsdelegation trifft US-Präsident Trump

Am Dienstagabend trafen sich mehrere hochrangige Vertreter führender Schweizer Unternehmen mit US-Präsident Trump. Im Mittelpunkt der Gespräche standen der bilaterale Handel sowie die von den USA verhängten Zusatzzölle. Dabei wurde vereinbart, dass der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer die Verhandlungen mit der Schweizer Seite fortführen soll. Die Verantwortung für die Zollverhandlungen bleibt weiterhin beim Bundesrat.

05.11.2025

US Supreme Court führt Anhörungen zur Rechtmässigkeit der US-Zusatzzölle durch

Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten (US Supreme Court) hat Anhörungen zur Rechtmässigkeit der von Präsident Trump auf Grundlage des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) erlassenen Zusatzzölle durchgeführt. Betroffen sind unter anderem die sogenannten «Fentanyl-Zölle» gegen Mexiko, China und Kanada sowie länderspezifische Abgaben – darunter 39% auf Schweizer Exporte. Sowohl die Argumente der Regierungsseite als auch jene der klagenden Importeure wurden angehört. Wann das oberste Gericht ein Urteil fällen wird, ist derzeit unklar; der Entscheid könnte sich noch über mehrere Wochen oder Monate hinziehen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass der Supreme Court zentrale Rechtsfragen zur weiteren Klärung an die Vorinstanzen zurückverweist. Zwei dieser Gerichte hatten zuvor im Sinne der Kläger entschieden und festgestellt, dass der IEEPA keine ausreichende Rechtsgrundlage für die Einführung neuer Zölle durch Präsident Trump biete.

Passende Artikel

zum Thema Internationaler Marktzugang

Newsletter abonnieren

Jetzt hier zum Newsletter eintragen. Wenn Sie sich dafür anmelden, erhalten Sie ab nächster Woche alle aktuellen Informationen über die Wirtschaftspolitik sowie die Aktivitäten unseres Verbandes.

E-Mail-Adresse